Neuauszählungen der US-Wahlstimmen in Wisconsin – Was steckt dahinter?

Die US-Politikerin Jill Stein hat vorgestern die Wahlergebnisse der US-Wahlen angefochten – Grund war anscheinenend eine Manipulation der Auszählungen durch Hacker. Beweise legt Stein nicht vor, ihre Vermutungen decken sich aber mit alten Zweifeln am Wahlsystem, das sich schon oft als fehleranfällig erwiesen hat. In den drei US-Staaten Wisconsin, Michigan und Pennsylvania soll jetzt neu ausgezählt werden. Hätte Clinton in diesen Staaten gesiegt, hätte sie die gesamte Wahl gewonnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Neuauszählungen den Ausgang der Wahlen  noch groß ändern, das wäre nur möglich, wenn sich die Ergebnisse in allen drei fraglichen Staaten umkehren – von Trump zu Clinton. In Pennsylvania beträgt Trumps Vorsprung aber 70.638 Stimmen, in Wisconsin 22.177 Stimmen, in Michigan 10.704. Eine Wahlmanipulation in so großem Stil wäre ungeheuerlich. Zudem kosten die Neuauszählungen viel Geld : Jill Stein sammelt Spenden, um die Neuauszählungen zu finanzieren. Ihr Ziel von 2,6 Millionen Dollar erreichte sie schnell, bis Dienstagabend waren mehr als sechs Millionen Dollar zusammengekommen.

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