Armut in Deutschland

In Deutschland gibt es immer mehr Menschen, die in Armut lebenVor allem trifft Armut Menschen, die ohnehin schon besonders davon betroffen sind, schwer. Die Armut in Deutschland hat sehr viele Gesichter. Im Jahre 2018 zum Beispiel waren 18,7 Prozent der Menschen in Deutschland von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Somit bleibt das Thema Armut” in Deutschland bis heute ein aktuelles Problem. 

Doch was ist eigentlich Armut? Armut bedeutet, dass man Dingen, die einem wichtig im Leben erscheinen oder welche lebensnotwendig sind, nicht genug zu hat oder ganz darauf verzichten muss. Wer arm ist, hat kaum Geld, um sich zum Beispiel Essen leisten zu können oder seine Miete zu zahlen. Das nennt man auch Mittellosigkeit. Es kann viele Gründe für Armut geben, zum Beispiel kann Arbeitslosigkeit dazu führen. Aber man kann auch durch hohe Schulden oder auch durch eine Scheidung von Armut getroffen werden. Außerdem wurde untersucht, wie sich Armut regional in Deutschland verteilt. Die Unterschiede sind weiterhin groß, denn im Süden rund um München liegen die Regionen mit den niedrigsten Armutsquoten. Die meiste Armut gemessen an der Einwohnerzahl gibt es in und um Bremen und Bremerhaven. Diese Region wird als armutspolitische Problemregion Nummer 1″ bezeichnet. Es lässt sich somit feststellen, dass außerhalb von Bayern und Baden-Württemberg durchschnittlich mehr als jeder sechste unterhalb der Armutsgrenze lebt. 

Armut durch die Corona Pandemie  

Das Armutsrisiko in Deutschland ist durch die Corona Pandemie viel höher als in den vorherigen Jahren. Viele Firmen wurden geschlossen und deswegen gab es auch sehr viele Arbeitslose.  Der Paritätische Wohlfahrtsverband verweist in seinem Armutsbericht 2020″ auf die gestiegene Armutsgefährdungsquote in Deutschland. Diese Quote stieg im vergangenen Jahr, laut der veröffentlichten Daten des statistischen Bundesamtes, auf 15,9 Prozent. Immer wieder ist die Rede davon, dass es sich um die größte gemessene Armut seit der Wiedervereinigung“ handeleMan befürchtet eine Verschärfung von Armut und sozialer Ungleichheit durch die Corona-Krise und fordert eine Anhebung der finanziellen Unterstützungsleistungen für arme Menschen. Durch die ansteigende Armut wegen der Corona-Pandemie fordert der Wohlfahrtsverband sofortige MaßnahmenNoch können viele Menschen, die unter den Folgen der Coronakrise leiden, ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen.  Durch Jobverlust und Kurzarbeit könnte sich das aber bald ändern. Denn viele sagen, dass die Schuldenwelle erst noch komme und noch lange nicht alles überstanden sei. Am stärksten betroffen waren in Deutschland im vergangenen Jahr Erwerbslose, Alleinerziehende, Migranten oder auch Familien mit drei oder mehr Kindern. Die Bundesagentur für Arbeit hatte für Juli 2,91 Millionen Menschen ohne Job gemeldet. Im ersten Lockdown im Mai, waren in Deutschland 6,7 Millionen Menschen in Kurzarbeit. Aber wie genau sich die Corona-Krise auf das Armutsrisiko auswirkt, ist noch unklar.  

Durch die ganzen Probleme, die mit Corona kamen, hat die Regierung nicht viel Zeit um sich um die Armut, die gerade in Deutschland herrscht zu sorgen. Um eine soziale Mindestsicherung der Menschen in Deutschland zu gewährleisten, gibt es ein System finanzieller Hilfeleistungen des StaatesDazu gehört auch die Grundsicherung für ArbeitssuchendeUlrich Schneider forderte unter anderem eine Anhebung der Hartz-IV-Sätze und die Einführung einer Kindergrundsicherung.  

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