Sport in Coronazeiten

In der Coronazeit und vor allem während des ersten und zweiten Lockdowns war es für die meisten Menschen schwierig regelmäßig Sport zu treiben, denn die Hallen und Sportplätze waren für eine lange Zeit für den Breitensport geschlossen.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt für Jugendliche zwischen fünf und 17 Jahren 60 Minuten jeden Tag Sport zu machen. Dabei sollte das Training dreimal in der Woche eine hohe Intensität betragen. Gerade wenn man im Lockdown oft am PC oder Laptop gearbeitet hat, sollte man sogar noch mehr Sport machen, um den schädlichen Folgen in der Rückenmuskulatur vom ständigen Sitzen zu entgehen. Doch viele Studien belegen, dass sich die Coronapandemie stark auf unsere körperliche Fitness ausgewirkt hat. Denn da bei vielen Jugendlichen der Sport im Verein für längere Zeit ausfiel, beschäftigten sich die meisten von ihnen mit dem Handy, dem Fernseher, der Spielkonsole und anderem. Trotzdem haben viele Jugendliche sich mit Aktivitäten im Freien, wie z.B. Fahrrad fahren, wandern, schwimmen oder Sonstigem beschäftigt. Aufgrund der Schließung der ersten Restaurants im März 2020 beschäftigten sich einige Jugendliche intensiv mit der eigenen Ernährung. Bei anderen litten jedoch die körperliche Fitness sowie die ungesunde Ernährung unter dem Lockdown. Anstatt also die Fußballspiele am Sonntag, der Skiurlaub im Winter, das Fitnessstudio oder auch die Wettkämpfe in anderen Sportarten, mussten sich die Jugendlichen mit Joggen im Feld, Workouts zu Hause oder auch Wandern in der Umgebung zufriedengeben. Aber auch im Profisport war die Pandemie deutlich spürbar. Zum Beispiel im Fußball fanden nur so genannte ,,Geisterspiele“ statt. Die Fans als auch die Stimmung, die diese früher immer erzeugten, wurden stark vermisst. Aber auch bei den Olympischen Spielen 2021 hat sich Corona bemerkbar gemacht. Die Sportler und Sportlerinnen durften sich nur zwischen den Wettkampforten und dem Olympischen Dorf bewegen. Spätestens 48 Stunden nach Ende der Wettkämpfe musste das Olympische Dorf verlassen werden. Die verschiedenen Teilnehmer konnten sich also nicht wirklich andere Wettkämpfe anschauen und neue Kontakte knüpfen. Doch das war noch lange nicht alles! Es gab 200.000 Ausritte von Freizeitsportlern aus Sportvereinen während der Pandemie nur in Hessen. Die Sportvereine erhoffen sich aber viele Neuzugänge, wenn die Pandemie größtenteils unter Kontrolle ist.
Die Corona-Pandemie hat uns also nicht nur körperlich geschwächt, sondern fehlte der Sport vielen auch als emotionaler Ausgleich. Trotzdem gaben 33 Prozent der Befragten an, den Sport im Lockdown reduziert zu haben oder ganz aufgehört zu haben. 31 Prozent haben sich weiterhin körperlich fit gehalten. Die übrigen 36 Prozent gaben an sowohl vor, als auch während der Coronazeit keinen Sport gemacht zu haben.

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